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Monokristalline, polykristalline oder Dünnschicht-Modul?

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Monokristalline, polykristalline oder Dünnschicht-Modul?

Wenn Sie eine neue Solaranlage installieren möchten, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Solarmodulen: monokristallin, polykristallin und Dünnschicht. Wo sind die Unterschiede und welche Module sind die besten für welche Anlage? Wir stellen Ihnen die verschiedenen Solarmodule mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Entscheidungskriterien sind u.a. die Dachausrichtung sowie die Dachneigung, die Verschattung, die verfügbare Fläche, die Amortisationszeit aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnis, die mechanische Belastbarkeit und einige weitere Punkte.

Monokristalline Solarmodule

Monokristalline Solarmodule bestehen aus Monosilizium. Monokristallin bedeutet “Einkristall”. Bei der Herstellung dieser Module wird ein Kristall “gezüchtet”, sodass am Ende der Züchtung ein Monokristall (genannt Ingot) entsteht. Bei der Züchtung bildet sich per se ein runder Kristall aus. Diese Form lässt sich aber kaum verarbeiten und auch nicht besonders platzsparend auf einem rechteckigen Solarmodul montieren. Damit nicht zu viel Abfall entsteht und die Zellen noch teurer werden würden, werden monokristalline Zellen meist “pseudoquadratisch” hergestellt. Bei diesem Kompromiss aus der bestmöglichen Anordnung und so wenig Abfall bei der Erzeugung wie möglich entstehen bei den Modulen meist runde “Löcher”, bei denen die weiße Rückseitenfolie herausschaut.

Photovoltaikmodule aus monokristallinen Solarzellen sind in der Regel teurer. Dafür sind sie aber auch am leistungsfähigsten. Deshalb sind sie besonders gut für kleine Dachflächen geeignet, die idealerweise gen Süden ausgerichtet sind. Optisch sind sie allerdings nicht jedermanns Geschmack. Sie sind oft tiefschwarz. Da die Ecken der Zellen aber herstellungsbedingt fehlen, ist dort die weiße Unterschicht sichtbar.

Polykristalline Solarmodule

Polykristalline Solarmodule – polykristallin steht für “Mehrkristall” – bestehen aus Polysilizium. Bei der Herstellung wird hierfür Silizium erhitzt, anschließend in eine Form gegossen und dann wieder abgekühlt. Da polykristalline Solarzellen in einer Form erkalten, sind diese alle quadratisch geformt. Dies ist natürlich die zweckmäßigste Form, da so jede Zelle mit wenig Abstand zur nächsten auf dem Modul aufgereiht werden kann, was eine ideale Ausnutzung der Platzverhältnisse bedeutet. Polykristalline Zellen sind in der Regel blau und strukturierter aufgebaut, wodurch sie optisch leicht zu unterscheiden sind. Dafür bildet eine monokristalline Zelle eine gleichmäßigere Oberfläche. Da es keine Kristallgrenzen gibt, sind diese auch nicht erkennbar.

Durch die künstliche Herstellung sind polykristalline Solarmodule günstiger als monokristalline. Dafür haben polykristalline Solarzellen im Vergleich zu monokristallinen Solarmodulen einen geringeren Wirkungsgrad. Vorteilhaft ist hingegen wieder, dass die polykristallinen Zellen über die Lebenszeit deutlich weniger an Leistung verlieren, als es bei monokristallinen der Fall ist. Daher sind diese eher zu empfehlen, wenn viel Fläche zur Verfügung steht oder eine kleine Anlage kostengünstig installiert werden soll. Insgesamt kann man sie als guten Allrounder beschreiben.

Dünnschichtmodule

Dünnschichtmodule, der Name verrät es bereits, bestehen aus einer besonders dünnen Photovoltaik-Schicht. Diese sind besonders leicht und günstig, haben aber nur einen geringen Wirkungsgrad von etwa 6 bis 10 Prozent. Im Unterschied zu monokristallinen oder polykristallinen Solarmodulen büßen Dünnschichtmodule bei schwachen Lichtverhältnissen oder sehr hohen Temperaturen aber nur geringfügig an Leistung ein. Dünnschicht-Module sind vor allem für sehr große Dachflächen bzw. große Anlagen lohnenswert, bei denen viele Photovoltaikmodule montiert werden sollen.