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Förderungen für Solar- & Photovoltaikanlagen in Österreich

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Förderungen in Österreich für Solar und Photovoltaik

An mehreren Stellen auf dieser Webseite haben wir über die Kosten für die Installation einer Solarthermie- oder Photovoltaikanlage geschrieben. Diese liegen im deutlich vierstelligen, je nach Leistungsfähigkeit der Anlage auch schnell im fünfstelligen Bereich. Das ist ziemlich viel Geld, das Sie investieren müssen, um in den Genuss der Vorteile einer neuen Solarthermie- oder Photovoltaikanlage zu kommen. Auf der anderen Seite spart diese aber nicht nur monatlich Geld in Form von nicht mehr anfallenden Energiekosten, sondern Sie können durch die Einspeisungsvergütung von überschüssigem Strom sogar noch Geld verdienen.

Dennoch ist die Investition, die anfänglich notwendig ist, für viele kein Pappenstiel. Da trifft es sich doch gut, dass es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen für Photovoltaik gibt. Diese reduzieren die Kosten und steigern Ihre Möglichkeiten. Wir geben Ihnen an dieser Stelle einen Überblick, welche Förderungen in Österreich für Solar und Photovoltaik möglich sind und angeboten werden.

Was wird gefördert?

Es gibt in Österreich eine Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen, die Sie beim Umstieg auf bzw. der Installation von erneuerbare Energien wie Solarzellen finanziell unterstützen. Da die richtige Anlaufstelle zu finden, war bzw. ist nicht immer so einfach. Seit dem 29. Juni 2017 steht aber fest, dass es ab dem Jahr 2018 für Österreich eine bundesweite Solarförderung gibt. Bei dieser werden die Errichtung von Photovoltaik und Stromspeicher sowie die Erweiterung bestehender Anlagen oder Speicherkapazität gefördert. Allerdings ist der Fördertopf begrenzt, es stehen mittels Investitionszuschuss 15 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung. Daher sollten Sie sich beeilen, um noch Ihr Stück vom Förderkuchen abzubekommen.

Mit einem Investitionszuschuss von 250 Euro pro kWp werden Photovoltaikanlagen bis zu einer Engpassleistung von 100 kWp gefördert. Liegt die Engpassleistung bei mehr als 100 kWp und bis maximal 500 kWp, liegt die Förderung bei einem Investitionszuschuss von 200 Euro pro kWp. Maximal werden allerdings nur 30 Prozent der Investitionssumme gefördert. Zudem gibt es Förderungen für Stromspeicher. Verfügt dieser über eine Speicherkapazität von mindestens 0,5 kWh pro kWp installierter Engpassleistung, kann zusätzlich ein Investitionszuschuss von 500 Euro pro kWh gewährt werden. Dies gilt auch, wenn eine bestehende Anlage oder eine bestehende Speicherkapazität in diesem Ausmaß erweitert wird. Es können bis zu 10 kWh Speicherkapazität pro kW installierter Engpassleistung gefördert werden, maximal aber nur 45 Prozent der Investitionskosten. Somit betragen die Bezuschussungen bei einer Photovoltaikanlage mit 10 kWp z. B. 2.500 Euro, bei einem Stromspeicher können bis zu 5.000 Euro gefördert werden.

Auch auf Landesebene können Förderungen für alternative Energielieferanten beantragt werden. Je nach Bundesland fallen die Höhen der Zuschüsse recht unterschiedlich aus. Informieren Sie sich in diesem Fall bei ihrem für sie zuständigen Bezirk informieren, ob dieser die Finanzierung eventuell unterstützt.

So erhalten Sie ihre Förderung

Möchten Sie von einer Förderung profitieren, muss die Registrierung und Antragstellung bis zum jeweiligen Registrierungsende des jeweiligen Programms erfolgen. Die Einreichung für PV-Anlagen für Private und Betriebe erfolgt online unter https://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/ in einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt wird ein Ticket mit den grundlegenden Daten gelöst. Im zweiten Schritt wird dann der Förderantrag vervollständigt, nachdem Ihr Ticket gezogen wurde. Die Anlage muss anschließend bis maximal 9 Monate nach Antragstellung errichtet werden.

Auch auf lokaler Ebene kann es sich lohnen, Informationen über mögliche Förderungen von Photovoltaik einzuholen. In einigen Fällen werden diese auch auf Gemeindeebene angeboten. Allerdings sind hier die Bestimmungen oftmals etwas strikter, da den Gemeinden wesentlich weniger Budget zur Verfügung steht und die Anträge deshalb strikter geprüft und aussortiert werden. Informieren Sie sich hierfür bei Ihrer jeweiligen Gemeine.