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Einspeisungsvergütung Österreich 2018

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Einspeisungsvergütung für Österreich

Neben der Ersparnis, die Sie dank geringerer oder komplett entfallender Energiekosten genießen, können Sie mit einer Solar- bzw. Photovoltaikanlage auch Geld verdienen. Produzieren Sie mehr Strom, als Ihr Haushalt verbraucht, speisen Sie diesen in das Netz ein und erhalten hierfür eine Einspeisungsvergütung. Auf dieser Seite informieren wir Sie über alle wichtigen Themen und Belange rund um die Einspeisungsvergütung in Österreich.

Was ist die Einspeisungsvergütung?

Die Einspeisungsvergütung ist eine Vergütung, die Sie für das Einspeisen von durch Sonnenenergie (oder andere erneuerbare Energiequellen) generierten Strom erhalten. Die Förderung von Tarifen für das Einspeisen ist seit dem Jahr 2002 im gültigen Ökostromgesetz verankert. Jährlich steht der Republik Österreich ein Budget in Millionenhöhe zur Verfügung. Die Höhe für das derzeitige Jahr erfahren Sie auf der Webseite der OeMAG unter http://www.oem-ag.at/de. Dieses für die Einspeisungsvergütung benötigte Geld, das der Staat an die (meist privaten) Energielieferanten zahlt, wird aus dem Klima- und Energiefonds entnommen, der eigens für den Zweck der Strom- bzw. Wärmegewinnung durch erneuerbare Energien eingerichtet wurde.

Wie hoch ist die aktuelle Vergütung bei der OeMAG?

Die Höhe der Vergütung je Kilowattstunde wird regelmäßig neu festgesetzt. Der Tarif wird jeweils zum Quartalsende vier Mal im Jahr angepasst. Die aktuelle Höhe können Sie ebenfalls auf der Webseite der OeMAG erfahren. Wird ein Antrag auf eine Förderung bzw. Einspeisungsvergütung genehmigt, gelten die bei Vertragsabschluss gültigen und damit vereinten Tarife für 13 Jahre. Somit haben Sie für einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren Planungssicherheit, wie viel Geld Sie mit einer Photovoltaikanlage generieren können und ob sich die Kosten für die Installation bzw. den Ausbau lohnen. Bedenken Sie bei der Kalkulation, dass Ihnen zusätzlich noch Förderungen zustehen. Diese betragen bis zu 250 Euro pro kWp für Photovoltaikanlagen sowie bis zu 500 Euro pro kWh für Energiespeicher. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Für das Jahr 2018 wurde der Preis je Kilowattstunde erzeugter Sonnenstrom für Aufdachanlagen auf 7,91 Cent festgelegt. Dieser wird Ihnen für 13 Jahre garantiert vergütet. In den vergangenen Jahren ist der Preis je Kilowattstunde kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2013 lag er noch bei 18,12 Cent/kWh, 2016 bei 8,24 Cent/kWh.

Was wird genau vergütet?

Das Ökostromgesetz regelt die Einspeisetarife ins Stromnetz. Gefördert wird in das Stromnetz eingespeister Strom, der durch alternative Energieerzeuger gewonnen wird. Hierzu zählen neben Sonnenenergie unter anderem auch Wind und Wasserkraft. Die gesetzliche Ökostrom-Einspeisetarifverordnung des Landes Österreich gilt für Photovoltaikanagen mit einer Engpassleistung zwischen 5 kWpeak und 5000 kWpeak. Wird Ihr Antrag genehmigt, gelten die bei Vertragsabschluss vereinten Tarife für 13 Jahre.

Alternativen zur OeMAG

Neben der staatlichen OeMAG bieten auch viele andere Stromanbieter Einspeisevergütungen an. Allerdings müssen Sie in der Regel bereits Stromkunde bei dem jeweiligen Lieferanten sein. Dafür sind die Einspeisetarife meist höher als bei der OeMAG, sodass Sie mehr Geld pro verkaufter Kilowattstunde Strom erhalten. Allerdings werden die Tarife der privaten Anbieter meist seltener an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Dies bedeutet, dass Sie von potentiellen Preiserhöhungen für regenerativen Strom erst mit Verzögerung profitieren. Zudem bieten einzelne Energieversorger in Österreich Einspeisetarife an, die sich jeweils in gleicher Höhe dem Bezugstarif anpassen. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis von Stromeinspeisung und Strombezug werden somit keine Kosten fällig. Es lohnt sich daher, sich vorher ausführlich zu informieren und die Einspeisungsvergütungen verschiedener Anbieter zu vergleichen, um die höchste Rentabilität aus Ihrer Sonnenenergieanlage herauszuholen.